Meine liebsten Haarpflege-Produkte – Teil 2

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Dieser Artikel ist der zweite Teil meiner aktuell liebsten Haarpflege-Produkte und stellt euch meine Favoriten für den extra Schuss Pflege vor. Im ersten Teil habe ich euch meine liebsten Produkte im Bereich Shampoo, Conditioner und Leave-in vorgestellt. Heute soll es um Haarkuren, Waschrhythmus und die Pflege gehen.

Anmerkung zur besseren Transparenz: Ich nutze die unten genannten Produkte alle seit mehr als einem Jahr regelmässig und habe in dieser Zeit alle hier gezeigten Produkte selbst gekauft und nachgekauft.

Wie bereits im ersten Post kurz erwähnt – kämpfe ich vor allem im Winter hin und wieder mit trockener Kopfhaut. Eines Abends hatte ich die Schnauze voll und fing an lange im Internet zu recherchieren. Man findet natürlich eine Fülle von Tipps – oft nicht wirklich „natürlich“ und alles andere als Haut- und Haarschonend. Irgendwann stiess ich auf das Dr. Hauschka Haartonikum und die Neemölkur. Das Tonic fühlte sich zwar angenehm auf der Kopfhaut an, wenn man es aufsprühte, brachte aber langfristig für mich nicht den gewünschten Erfolg. Ganz anders verhielt es sich mit dem Neem Haaröl:

Neem Haarölkur von Dr. Hauschka

Preis: 17,50 € bzw.  20,75 CHF / Inhalt: 100 ml

Labels: NATRUE zertifiziert, Vegan, Keine Tierversuche

Erhältlich in verschiedensten Onlineshops (z.B. ecco-verde und najoba), Bioläden und Naturkosmetik-Shops. In Zürich habe ich das Haaröl bei Alnatura und dem Biomarkt Egli in der Löwenstrasse gesichtet. Es wird aber sicherlich noch an anderen Orten erhältlich sein. Dr. Hauschka ist gut vertreten in den Shops und Läden.

Inhaltsstoffe:

Arachis Hypogaea Oil (Erdnussöl), Melia Azadirachta Leaf Extract (Auszug aus Neemblättern), Triticum Vulgare Germ Oil (Weizenkeimöl), Chamomilla Recutita Flower Extract (Auszug aus Kamille), Lecithin, Alcohol, Parfum*, Limonene*, Linalool*.

*aus natürlichen ätherischen Ölen

Dr. Hauschka sagt:

Die Neem Haarölkur bringt neue Vitalität und Geschmeidigkeit in das Haar. Für trockenes, brüchiges, gesplisstes und glanzloses Haar ist sie eine intensive und aufbauende Pflege. Besonders geeignet ist sie auch bei irritierter Kopfhaut und für dauergewelltes, coloriertes und durch Hairstyling oder Sonne beanspruchtes Haar. Die Komposition mit Neem, Kamille, Weizenkeimöl und Rosmarin kräftigt das Haar und macht es wieder leicht kämmbar. Die Neem Haarölkur nutzt die vitalisierenden Kräfte von wertvollen Heilpflanzenauszügen und schenkt dem Haar neuen Schwung.

Zugegeben, Alkohol und Parfum am Ende der INCI-Liste könnten für meinen Geschmack draussengelassen werden – ich gehe aber davon aus, dass dies vernachlässigbare Mengen sind. (Zum Weizenkeimöl habe ich weiter unten noch eine Anmeldung geschrieben.)

Fakt ist, dass mir das Haaröl sehr geholfen hat meine juckende und trockene Kopfhaut in den Griff zu bekommen. Ich verwende es nach Bedarf ca. alle ein bis zwei Wochen als Haaröl-Kur über Nacht. Ich gebe hierzu abends etwas Öl in meine Handfläche und arbeite es grosszügig mit meinen Fingern auf die trockene Kopfhaut und in den Ansatz ein. Dann massiere bzw. streiche ich die Kopfhaut nochmal kurz ein und verteile alles und mache mir dann einen Zopf. Ich lege mir ein Handtuch auf mein Kopfkissen und schlafe so. Am nächsten Morgen wasche ich mir das Öl normal mit Shampoo wieder raus. Fertig! (Ich shampooniere zweimal – das hat sich bewährt, weil beim ersten Mal nicht alles Öl rauswäscht. Probiert es ansonsten einfach mal aus, wie sich eure Haare verhalten. Vielleicht braucht es bei euch auch nur eine Haarwäsche.)

Das Haaröl riecht kräuterig, aber nicht unangenehm. Die Textur ist normal dickflüssig, lässt sich aber in nasses oder trockenes Haar gut einarbeiten. Ich nutze das Haaröl bewusst nur für die Kopfhaut bzw. den Ansatz, da es mir für die komplette Haarlänge zu schwer wäre. Meine gefärbten Haare (Henna) beeinflusst die Haaröl-Kur nicht.

Eine kurze Anmerkung zum Weizenkeimöl im vorgestellten Haaröl für Zölliakiebetroffene* (siehe hierzu auch die Legende): Ich habe vor längerer Zeit schonmal über das Thema „Gluten in Kosmetikprodukten“ geschrieben. Bitte lest ihn euch durch, wenn ihr betroffen seid, um ganz sicher zu gehen! Grundsätzlich haben aber laut DGZ Präparate zur rein äusserlichen Anwendung keine schädigende Wirkung bei Zölliakie. Daher sind sowohl Haarpflegeprodukte, als auch Körperlotions, Duschgele, etc. bei Glutenunverträglichkeiten/-sensitivitäten unbedenklich. 

Kokosöl

Hier brauche ich euch keine grossen Facts zum Öl liefern. Ich denke jeder kennt reines Kokosöl und weiss, wo man es kaufen kann. Ich nutze zuhause nur Bio-Kokosöl, meist von BioPlanete aus dem Bioladen oder das Kokosöl von Alnatura. Es geht aber auch jedes andere Kokosöl.

Nachdem ich es in der Küche sehr selten verwende, nutze ich Kokosöl schon sehr lange sehr gerne in der Körper- und Haarpflege. In der Haarpflege ergänzt das Kokosöl meine oben genannte Haaröl-Kur als Spitzenpflege. Ich gebe dazu ca. eine haselnussgrosse Menge Kokosöl in meine Hände, lasse es flüssig werden und massiere es in die Haarspitzen bzw. den unteren Drittel meiner Haare. Zusammen mit dem Dr. Hauschka Haaröl lasse ich es über Nacht einwirken und spüle es am Morgen wieder mit Shampoo aus.

Ich habe seitdem – in Kombination mit den Biofficina Toscana Leave-in –  sehr viel weniger Spliss und gesündere Spitzen. Was will man mehr!?

 

Am Schluss möchte ich noch diese zwei – nicht unwichtigen – Aspekte meiner Haarpflege-Routine nennen:

Wasch-Rhythmus und Fönen

Grundsätzlich gibt es zu diesem Thema die unterschiedlichsten Meinungen. Es gibt viele Faktoren, die das beeinflussen, wie Haarlänge, Haarwasser-Produkte, Haarstruktur etc.

Ich selbst habe mittlerweile Haare bis zu den unteren Schulterspitzen und wasche sie alle drei bis vier Tage. Zugegeben musste ich mir und meinen Haare diesen Rhythmus ein bisschen „antrainieren“ – nun funktioniert es aber super und es fettet nur der Ansatz an den Schläfen am dritten Tag ein bisschen. Ich hatte das Gefühl, als ich im Winter die oben genannten Kopfhaut-Probleme hatte, dass das reduziertere Waschen ebenfalls meine Kopfhaut schonte. Ich bin also ein grosser Fan vom nicht täglichen Waschen. Aus Erfahrung weiss ich aber gut, dass dies stark von der Haarlänge abhängt. Als ich noch kurze Haare hatte musste ich diese auch alle ein bis zwei Tage waschen. Probiert es einfach mal aus, die Haarwäsche evtl. mal einen Tag länger herauszuzögern und macht eure Erfahrungen damit.

Ebenfalls föne ich meine Haare praktisch seit Jahren nicht mehr. Ausnahmen mache ich vielleicht dreimal im Jahr, wenn ich beim Frisör bin oder meine Haare am Abend gefärbt habe und nicht mit nassen Haaren ins Bett gehen möchte. Ansonsten schont das meine Kopfhaut zusätzlich.

Wildschweinborsten-Bürste

Ich habe immer wieder gelesen, dass es sich empfiehlt die Haare vor dem Waschen durchzukämmen. Einerseits entfernt es mögliche Stylingproduktreste und andererseits entfernt es lästige Knötchen in den Haare, die man im nassen Zustand dann kaum noch kämmen kann. Auch gibt es den Mythos bzw. das Sprichwort, dass man 100 Bürstenstriche pro Tag machen sollte. Hierzu gibt es ebenfalls etliche unterschiedliche Meinungen.

Meine Devise ist: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich.

Seitdem ich wieder lange Haare habe, nutze ich für das morgendliche und abendliche Bürsten eine Wildschweinborsten-Bürste. Ich nutze diese schon sehr lange und möchte sie nicht mehr missen.

In der Beschreibung steht, dass Wildschweinborsten körpereigenen Talg der Kopfhaut gleichmässig über die ganze Haarlänge verteilen und so das Nachfetten der Haare verlangsamen. Ausserdem wird die Kopfhaut von Schuppen und Schmutz befreit. Den ersten Teil kann ich definitiv bestätigen. Meine Haare fühlen sich nach dem Bürsten weich an und glänzen. Ein leicht fettiger Ansatz hat sich danach besser verteilt und wirkt nicht mehr ganz so herausstechend. Den zweiten Teil finde ich schwieriger zu bewerten. Die Borsten massieren die Kopfhaut und ich finde das Gefühl sehr angenehm. Ich denke aber man sollte es auch nicht übertreiben, damit man die Kopfhaut nicht unnötig reizt.

Nach dem Haare waschen nutze ich die Wildschweinborstenbürste nicht, da sie für meine nassen Haare zu weich ist. Hierfür habe ich noch eine Holznoppenbürste, mit der ich meinen Scheitel ziehen kann und Knötchen entfernen kann.

Gute Bürsten sind für mich etwas ganz wichtiges in der Haarpflege und diese werden viel zu selten erwähnt! Umso schöner, dass ich bei PuraLiv und Beautyjagd zwei (etwas ältere) Artikel zum Thema Wildscheinborstenbürste gefunden habe, die das Thema nochmal tiefer behandeln. Schaut doch mal vorbei!


Das war sie, meine Haarpflegeroutine!

Lasst mich doch in den Kommentare wissen, was eure Erfahrungen in der Haarpflege sind! Macht ihr Haarkuren? Und was nutzt ihr für Bürsten? Wie ist euer Haarwaschrhythmus? Ich freue mich über einen Austausch mit euch!

 

 

* Bemerkung zum Thema Weizenkeimöl: Ich bin kein Arzt und keine Fachperson. Diese Informationen habe ich aus im verlinkten Artikel genannten Quellen zusammengetragen, ich kann aber nicht auf alle Details explizit eingehen. Dies ist keine Fachabhandlung. Letztendlich muss jeder selbst herausfinden, wieviel Gluten er vertragen kann und auf was er achten sollte. Ich kann keine Verantwortung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen übernehmen. Bei Fragen kann ich euch die DZG sehr empfehlen. Sie beantwortet Fragen sehr kompetent und kann ggf. weiterhelfen.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Judith sagt:

    Uuuuh, ich liebe Kokosöl als Pre-Conditioner, der wandert fast jeden Sonntag Morgen auf die Kopfhaut und natürlich auch in die Längen und das tut einfach gut. Ich habe auch den Eindruck, dass es mein Haar widerstandsfähiger macht und wenn ich es doch mal mit Hitze behandle, dann nur nach vorherigem Kokosöl-Treatment. So sind sie wahrscheinlich auch damals taillenlang geworden und die Spitzen waren immer gesund.

    Und es stimmt übrigens tatsächlich, dass ich nun öfter waschen muss, da sie kurz sind aber es stört mich bisher nicht, da sie auch schneller lufttrocknen.

    Mit Neem kann ich leider gar nicht so viel anfangen. Ich hatte mir mal das Khadi Neem-Shampoo bestellt und fand den Geruch einfach furchtbar. Dafür findet meine Mom es gut und bestellt es nun immer wieder nach 🙂 Ich glaube, ich bleibe bei Kokos-, Jojoba- und Olivenöl. Allerdings benutze ich gerade auch eines auf Basis von Sesamöl und finde es ganz gut. Es nennt sich einfach Haaröl und ist von Classic Ayurveda. Ich mags.

    Viele Grüße von Judith

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    1. Regina sagt:

      Liebe Judith

      Schön, nochmal eine Kokosöl-Liebhaberin 🙂 Spannend, dass du es auch für die Kopfhaut nimmst. Werde ich auch mal ausprobieren. Und super, dass du auch positive Erfahrungen in der Spitzenpflege gemacht hast. Ich bin auch überzeugt, dass das Kokosöl hier einen Riesen Dienst tut!

      Mit den Khadi-Shampoos habe ich bis jetzt auch gemischte Erfahrungen gemacht, auch wenn ich deren Henna sehr gerne mag und es oft nutze. Der Geruch ist natürlich ein wichtiger Teil, vor allem, wenn man ihn – wie du – überhaupt nicht riechen kann. Aber es gibt ja zum Glück noch ganz viele andere Alternativen – das ist das schöne dran 🙂
      Ich finde aber nicht, dass das Haaröl stark riecht. Es riecht etwas krautig, aber nicht unangenehm.

      Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast!

      Ganz liebe Grüsse,
      Regina

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      1. Judith sagt:

        Liebe Regina,

        vielen Dank für deine Antwort. Die Khadi-Shampoos finde ich ansonsten super, allen voran das Amla-Shampoo. Das ist für mich irgendwie so ein Sommershampoo geworden weil ich es dann zum ersten Mal ausprobiert habe und dann den Sommer darauf wieder benutzt habe 🙂 Jetzt gibt es das auch in groß und mit Pumpspender und das wird sicher nächsten Sommer ganz bestimmt bei mir landen und ich freue mich schon darauf. Nussgras fand ich auch super und ich habe noch Rose und Hibiskus hier, auf die ich gespannt bin. Die Haaröle finde ich auch ganz gut aber nach vier Flaschen hintereinander ist nun mal wieder Zeit für etwas anderes 🙂 Auch hier ist das Amlaöl wieder mein Favorit.

        Viele Grüße und eine schöne Woche wünscht dir Judith 🙂

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